zweiter Hamster "belebt" ersten Hamster

    Diskutiere zweiter Hamster "belebt" ersten Hamster im Verhalten Forum im Bereich Alles über Hamster; Hallo! Seit Lugi bei uns ist (30. Januar 05) hat sich Dobermanns Verhalten komplett geändert. Vorher war Dobermann ein Auslaufmuffel, man mußte ihn...
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Verena72
Gast
zweiter Hamster "belebt" ersten Hamster Beitrag #1
Hallo!

Seit Lugi bei uns ist (30. Januar 05) hat sich Dobermanns Verhalten komplett geändert.

Vorher war Dobermann ein Auslaufmuffel, man mußte ihn regelrecht in den Auslauf "zwingen". Dort hat er dann meist nur rumgesessen - was ja nicht unbedingt der Sinn des Auslaufs ist. Auch ist oft so lange im Haus geblieben, bis wir ins Bett gegangen sind. Er mochte keinen Joghurt, keine Mehlwürmer .....

Jetzt, wo unser kleiner schwarzer Hamstermann da ist, steht Dobermann viel früher auf. Er kommt dann direkt ans Türchen und kann es kaum erwarten, daß ich meine Hand reinstrecke, damit er draufkrabbeln kann und ich ihn in den Auslauf setzte. Hab immer gedacht, die Leute, die schreiben, daß sich der Hamster so verhält, die übertreiben bestimmt, denn so ein Verhalten kannte ich von Dobermann und meinen anderen Hamstern gar nicht. :zwinker Dobermann hört neuerdings sogar, wenn ich ihn rufe. Muß nur sagen: Dobi, komm, willst Du raus?! Dann sieht man ein braun-weißes Fellknäul die Ebenen zum Törchen hoch sausen.
Im Auslauf saust er dann wie ein Wilder rum, markiert alles doppelt und dreifach. Auch frißt er jetzt einfach alles! Sogar Mehlwürmer. Ich bekomme ihn kaum noch wieder zurück in den Käfig. Wenn er dann wieder drin ist, sitzt er auf der Ebene und beobachtet mich und Luigi, der dann im Anschluß raus darf. Dabei rennt er wie ein Irrer auf der Ebene hin und her und will wieder raus.
Luigi stört sich gar nicht an Dobermann. Der setzt seine Markierungen im Auslauf halt "dagegen".

Kennt jemand sowas? Also, einen Hamster, der durch einen zweiten Hamster, der in die Familie dazukommen, richtig "auftaut"?!

LG,
Verena
 
A
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Re: zweiter Hamster "belebt" ersten Hamster
K
Kebap
Gast
zweiter Hamster "belebt" ersten Hamster Beitrag #2
Huhu :hand,
bei mir war das auch so.
Als ich Pauline hatte, kam Kebi ja erst später dazu. Ich kannte ihn aber schon vorher als ich Pauline noch nicht hatte und wusste, dass er eigentlich ziemlich verschlafen war. Doch als er zu mir kam und ich Pauline hatte und die beiden in ein Zimmer stellen musste, war mein Kebi ganz aus dem Häuschen und ist viel aktiver geworden, wollte immer raus und rumflitzen und hat auch angefangen, im Bad zu markieren *g*. Zuerst dachte ich, dass das zu viel Stress für ihn ist :ohh, aber anscheinend nicht, denn er ist richtig aufgeblüht, was nicht zuletzt am nächtlichen Auslauf gelegen hat, den er ja noch gar nicht kannte.
Auch Pauline war in der Zeit immer auffällig früh wach, hat ansonsten ihr Verhalten allerdings nicht sehr geändert.

LG,
Svenja :wave11
 
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Mopirelli
Gast
zweiter Hamster "belebt" ersten Hamster Beitrag #3
Ja, exakt dasselbe hat Vla durchgemacht, als Lady zu uns kam.

Das Seltsame daran ist, daß es kein 'negativer' Streß zu sein scheint, sondern einfach nur mehr Aktivität.

Es gibt einige Untersuchungen zu einem ähnlichen Thema, die zeigen, daß bei Weibchen das bloße Riechen eines Käfignachbarn Einfluß auf die Hormonausschüttung hat und sich der Zyklus bei Weibchen mit aneinander angrenzenden Territorien desynchronisiert.

Ähnliche, evtl. die Aktivität steigernde Mechanismen sind auch bei Männchen anzunehmen, hier kenne ich noch keine Untersuchungen, das kann aber noch werden - mein derzeitiger Leseplan reicht für mindestens ein Jahr ;-)

Mopi
 
H
Hamstermädchen
Gast
zweiter Hamster "belebt" ersten Hamster Beitrag #4
Ich halte es -ganz unwissenschaftlich gesehen- schon irgendwie für artgerecht, wenn ein Hamster gelegentlich einen anderen Hamster riecht bzw. wahrnimmt.

In der freien Natur wäre es ja sicher auch eine Hauptaufgabe das eigene Territorium zu markieren und zu sichern.

Total negativer Stress wäre es m.E. nur dann, wenn die Hamster sich nicht aus dem Weg gehen könnten.

Andererseits ... niemand kann sagen, ob die gesteigerte Aktivität wirklich positiv für die Gesundheit ist. Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass ein lebenswertes und erfülltes Hamsterleben nicht zwangsläufig auch dazu führt, dass dieses Leben länger dauert.

Komischerweise scheinen -nicht wissenschaftlich belegt, aber in meinen bremen.de Kontakten so auffällig geworden- gerade die Hamster sehr alt zu werden, die besonders eintönig und ohne Aufregung und Aktivität gehalten werden, z.B. ein Zwerghamster, der nach Angaben seiner Besitzerin (und zu meinem Entsetzen) in einer Art riesigen Tupper-Box ohne Tageslicht nur mit einigen Luftlöchern im Deckel, ohne vernünftiges Nistmaterial, ohne Häuschen, ohne großartige Spielmöglichkeiten, Kontakt zu anderen Hamstern ... ewig nur herumsitzend ... bereits gut 3 Jahre alt ist und scheinbar älter werden möchte.

Einige ähnliche Kuriositäten sind mir ebenfalls noch bekannt geworden. Grundsätzlich bezweifle ich also, dass die zusätzliche Aktivität rein positiv zu bewerten ist (für die Gesundheit). Andererseits sage ich mir ... was nützt ein unerfülltes langweiliges Leben, wenn es auch noch so lang ist ...

Ich jedenfalls hatte nie die Wahl ... Hella mußte sich den Auslauf fast die gesamte Zeit ihres Hierseins mit Ihren Kindern bzw. Laila teilen. Jetzt als ausgewachsene Weibchen hassen sie sich. Trotzdem scheint das markieren aber auch irgendwie Spaß zu machen (wobei Spaß natürlich eine sehr menschliche Sichtweise ist).

Lg Rosa
 
L
LiebeMausi
Gast
zweiter Hamster "belebt" ersten Hamster Beitrag #5
Ähnliches kann ich bei meinen beiden Kellerdamen beobachten.

Da stehen in einem Raum zwei Hamstergehege, ungefähr 2 m getrennt voneinander.
Jeder Hamster hat einen eigenen Auslauf, der in der Mitte getrennt ist.

Die Hamster - Maja und Tiffy- verhalten sich total unterschiedlich.

Maja steht - seit Tiffy da ist -extrem früh auf, und will sofort in den Auslauf.
Sie markiert und schnüffelt vor allem an der Trennlinie.Außerdem schnaubt sie in die Ecken.Ich weiß nicht, wie ich das sonst nennen soll.
Sie schnaubt und manchmal gibt sie dabei kurze Töne von sich.
Während sie anfangs nur mit angelegten Ohren ganz flach am Boden gelaufen ist, hat sich das jetzt wieder gelegt.
Jedes Futterkörnchen wird gebunkert. Alles sofort eingesammelt und ins Haus geschafft.Wenn ich keine neuen Körner im Streu verteile, bekommt sie regelrechte Wühlattacken.
Sobald sich Tiffy rührt, flitzt sie in ihr Gehege und kommt auch nicht mehr in den Auslauf.Sie versteckt sich im Labyrinth und guckt nur ab und an um die Ecke.
Wenn ich mich dann zu Tiffy setze rennt sie dann an der Scheibe entlang und ist ganz nervös. Fast als wäre sie eifersüchtig.

Tiffy dagegen ist sehr viel souveräner.Sie markiert auch und schnüffelt an der Freilaufkante zu Majas Auslauf.Aber sie hortet kein Futter und ist auch insgesamt weniger aufgeregt.

Da im Freilauf beide auf mir rumkrabbeln, und zwischendurch auch mal noch ein anderer Hamster haben alle 5 ordentlich was zu schnuppern.

Ob das Stress ist, oder im Laufe der Zeit "normal" wird, weiß ich nicht.
 
A
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Re: zweiter Hamster "belebt" ersten Hamster
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