Handzähmung

    Diskutiere Handzähmung im Mein neuer Hamster und die Eingewöhnungsphase Forum im Bereich Alles über Hamster; Hallo Ihr Lieben Ich würde hier gern Tipps und Anregungen für die Handzähmung sammeln. Wie ist Euer Hamsterchen zahm geworden? Welche Methoden habt...
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Minimavs
Gast
Handzähmung Beitrag #1
Hallo Ihr Lieben

Ich würde hier gern Tipps und Anregungen für die Handzähmung sammeln. Wie ist Euer Hamsterchen zahm geworden? Welche Methoden habt ihr angewandt? Wie lange hat es gedauert?

Wie alt war der Kleine, als er bei Euch einzog, denn es sind ja nicht immer die jungen Hamster die umziehen, auch ältere finden aus den unterschiedlichsten Gründen ein neues Zuhause. =)

Oder hat Euer Schützling gebissen und ihr habt ihm das abgewöhnt? Wie??

Gruß, Minimavs
 
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Re: Handzähmung
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Yoshi
Gast
Handzähmung Beitrag #2
Also dann fang ich mal mit Yoshi an.

Als ich ihn zu mir geholt hab, er war acht Wochen alt, hat sich ja dann rausgestellt, das er krank ist und ich musste mit ihm zum Tierarzt. Ich war dann der Meinung er verzeiht mir die Spritze und die Medikamente nie. Aber er hat wohl gemerkt das ihm das alles geholfen hat. Als es ihm dann besser ging, hat er sich ziemlich schnell getraut auf die Hand zu kommen, wenn Futter drauf war. Von da an war er zahm und kommt auch ohne Futter auf die Hand oder kommt angerannt, wenn ich in das Zimmer komm, wo er Auslauf hat.

Bei Finn musste man auch nicht viel machen. Er war auch acht Wochen alt, als ich ich zu mir geholt hab. Er war recht zutraulich und hat sich auch schnell nehman lassen. Er geht allerdings noch nicht wirklich von alleine auf die Hand, es sei denn es liegt was zum Mampfen drauf. :rofl
Man muss ihn mehr draufschieben oder ihn vorsichtig hochnehmen. Ansonsten kommt er als aus dem Häuschen, wenn er meine Stimme hört und im Auslauf kommt er gelegentlich angerannt und klettert auf mir rum.

Ich hatte davor auch schon acht Hamster (sechs Mittel- und zwei Zwerghamster), bei allen hab ich selbst nicht viel zu beigetragen, das sie zahm werde. Die sind alle immer von alleine gekommen.

Krümel, mein Erster ist einmal das Käfiggitter hochgeklettert und ich hab meine Hand hingehalten und er ist vorsichtig darauf geklettert, von da an war er super zahm.

Mit Teddy war es genauso

Petzi war etwas anstrengender. Sie war immer ganz vorsichtig und scheu und hat auch mal gebissen. Hab sie dann einfach eine Zeit lang in Ruhe gelassen und viel mit ihr geredet. Ihr immer mal wieder meine Hand mit und ohne Futter hingehalten und irgendwann war auch sie zahm.

Moritz war vom ersten Tag an zahm, er hatte überhaupt keine Scheu,

Fussel war ja leider gleich krank und ist verstorben, er war zwar auch zahm, aber wir hatten ihn nur ca 3 Wochen.

Paul war sowieso der allerliebste. Der kam immer gleich angerannt. Eagl ob im Auslauf oder im Käfig. Er war aber trotzdem immer sehr vorsichtig und hat vorher die Lage abgecheckt.

Charlie und Krümel 2, waren beide so mittelzahm. Krümel hat sich mehr für Fressen interessiert und Charlie wollte immer nur abhauen. Aber auf die Hand, wenn Futter drauf war sind sie auch gekommen.


Aber das wichtigste ist, das man mit den Hamstern viel und leise redet uns sie immer mal wieder an der Hand schnuppern lässt, damit sie sich an die Stimme und an die Gerüche gewöhnen können.

Achso, ich hab meine Hamster nie 2 Wochen ganz in Ruhe gelassen. Hab von Anfang an mit ihnen gesprochen und ihnen mal die Hand reingehalten.

Gruß Lea
 
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Verena72
Gast
Handzähmung Beitrag #3
Hallo,

Dobermann soll 12 Wochen alt gewesen sein, als er bei uns einzog. Er ist nun die 9 Woche bei uns. Denke aber, das er jünger war, denn er ist in den ersten Wochen bei uns noch ganz schön gewachsen.

Die ersten 3 Tage hat er absolute Ruhe gehabt.
Immer leise mit ihm gesprochen und langsame Bewegungen vor dem Käfig (steht im Wohnzimmer) gemacht (also wir haben uns vorsichtiger bewegt). Fernseher abends auf normaler Lautstärke, damit er sich daran gewöhnt.

Nach 4 Tagen konnte er eine Hand im Käfig akzeptieren (ignorieren besser gesagt), anfassen ging nicht. Mein Freund hats versucht: Resultat: Dobi hat ihn feste in den Finger gebissen. Immer Leckerlis (Rosinen ungeschwefelt und Bananenchips) hingehalten, am 4 Tag hat er die vorsichtig aus der Hand genommen.

Am 5 Tag erster Auslauf (Transport mit Papprolle, Dobi ist alleine eingestiegen, Hin- und Rücktransport ohne Probleme).
Dobi hat meinen Freund am ersten Tag im Auslauf richtig feste gebissen. Dobi war noch nicht ganz aus der Rolle raus, da ist er schon auf meinen Freund zugestürmt, in seine Boxershorts reingeflutscht und hat zugebissen (da, wo kein Hamster hinbeißen sollte). Ging alles sekundenschnell. Mein Freund hatte die Nase voll und ist rausgegangen. Zweimal innerhalb von 2 Tagen gebissen zu werden, ist nicht toll.
Irgendwann kam Dobi dann alleine auf mich zu, ist auf mein Bein geklettert. Und von da an - praktisch von einer Minute auf die andere - konnte ich ihn kurz anfassen. Und das war erst der 5te Tag.

Jeden Abend Auslauf für Dobi mind. 1 Stunde. Immer beim Auslauf mit im Auslauf gesessen, leise mit ihm geredet. Nach und nach wurde er immer zutraulicher, kam schon nach kurzer Zeit im Auslauf alleine zu mir.
Nach ungefähr 6 Wochen war er richtig zahm. Aber anfassen läßt er sich nicht wirklich gerne (also greifen und hochnehmen).
Wenn ich die Hände praktisch unter ihn drunter schiebe, sitzt er gerne drauf.

Mich hat Dobermann nur einmal gebissen. Das war ein Mißverständnis. Er saß auf meiner Schulter und wollte den Rücken runter klettern. Habe dann von hinten, damit er nicht abstürzt, meine Hand hingehalten - er ist aber nicht draufgeklettert, sondern hat reingebissen. Da hat er mich wohl falsch verstanden.

Also, insgesamt hat er nur 3 mal gebissen. Daher mußten wir es ihm nicht abgewöhnen.

LG,
Verena
 
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Mopirelli
Gast
Handzähmung Beitrag #4
Ich kann keine Tipps zur aktiven Zähmung geben, aber vielleicht die Besonderheiten unserer Haltung erklären:

  • Die Tiere werden von Anfang an - ohne Ruhephase - regelmäßig gewogen und bekommen die Hand im Käfig als Klettergerät angeboten. Bitte die ganze Hand, nicht nur einen Finger. Die Tiere neigen eher dazu, mal zuzubeißen, wenn es nur ein Finger ist - ganz besonders, wenn dieser durch eine Gitterwand kommt.
  • Mindestens einmal am Abend wird das Jungtier zumindest für kurze Zeit in die Hand genommen, allein schon zur Begutachtung.
  • Nie von oben oder hinten anfassen, nie greifen. Immer mit beiden Händen eine 'Baggerschaufel' formen, die sich unter dem Tier schließt oder warten, bis das Tier von allein auf die Hand kommt (hat bei drei unserer 5 Jungtiere max. 3 Tage gedauert)
  • Jeder Ausbruchsversuch endet in unseren Händen, wenn der Hamster sich 'abseilt'
  • Das Tier hat mehrere Rückzugsmöglichkeiten im Käfig (Korkröhre, Pappkartons, Tonkrüge) in die nie eingegriffen wird. Ist das Tier an solch einem Ort, bleibt es darin, solange es mag und wird auch, wenn es hellwach ist, nicht gestört. Geplante Maßnahmen wie die Reinigung werden dann eben verschoben.
  • Dem Tier wird frühzeitig, meist schon nach wenigen Tagen die Außenwelt gezeigt, z.B. in Form eines Ausflugs auf Wohnzimmer-, Schreibtisch oder das Sofa.
  • Das Tier wird immer mit Ruhe behandelt, auch wenn es beißt
  • Alle Tiere stehen im Wohnzimmer, wo es tagsüber still und abends nur leises Fernsehen und unsere Stimmen zu hören sind.
  • Mit dem Tier wird ruhig gesprochen. Wir vermeiden Rufnamen, die Zisch- und Knacklaute enthalten, solange die Tiere jung sind
  • Die Tiere stehen relativ dicht beieinander, jeweils Männchen und Weibchen im Wechsel nebeneinander
  • Die Tiere werden nie geweckt, sie stehen immer von alleine auf. Nur in absolut begründeten Einzelfällen wird ein Tier sanft mit einem Leckerchen aus seinem Bau gelockt, vorher wird im Käfig mit der Streu geraschelt und mit sanfter Stimme gesprochen. Das war aber nur eine handvoll Male nötig, weil Tiere ihr Schlafverhalten sehr abrupt änderten oder wir das Tier am Vortag nicht gesehen hatten, obwohl wir stets bis 0 Uhr wach sind. Hier muß man aber von Fall zu Fall und Tier zu Tier gut abwägen
  • Das Tier wird nie in seinem Rad gestört. Ich habe damit ähnlich schlechte Erfahrungen (Panik, Flucht) gemacht wie beim Stören des Schlafes. Man kann die Hand außerhalb des Rades anbieten, beachtet das Tier sie nicht, sollte man es in Ruhe lassen oder das Rad blockieren und das Tier aufnehmen, wenn es sich eine andere Beschäftigung gesucht hat

Das sind sie, ganz normale Sachen, denke ich, aber alle 6 Tiere (der jüngst gestorbene Bucefalus hatte sich einige Wochen vor seinem Tod von einem Verkriecher in eine Klette verwandelt) sind gleich zahm und anhänglich geworden, wie ich es in einem anderen Thread ja schon beschrieben habe. Bitte auf keinen Fall als Allgemeinrezept oder Liste zum Abhaken verstehen. Wie auf Menschen muß man auch auf Tiere eingehen und ein Auge dafür haben, was ihnen behagt und was nicht.

Aktive Zähmung findet bei uns nicht statt und sollte auch nie Ziel der Haltung oder Beschäftigung mit dem Tier sein. Wir vertreten grundsätzlich die Philosophie, daß man sich halt mit einem anderen Tier befaßt, wenn das eine gerade beschäftigt ist, schläft oder einfach keine Lust auf Menschenhand hat. Bei uns haben die Wusels nur dann wirklich Handkontakt, wenn es erforderlich ist oder sie es ausdrücklich wünschen - mit der Zeit überwog (vielleicht auch durch eine Verkettung von glücklichen Zufällen) bei unseren Wusels Letzteres. :auge

Mopi
 
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jojo
Gast
Handzähmung Beitrag #5
huhu! :hand

ich übe immer mit den kleinen. also ich lasse sie auf meine hand klettern, setzte sie dann in des auslauf, lasse sie wieder auf die hand krabbeln, setzte sie dann wieder zurück, usw.
das ganze mehrmals pro abend/wachphase. sie verstehen sehr schnell, dass meine hand sie in die "freiheit" und wieder zurück bringt. dabei rede ich auf sie ein und achte auf gaaaanz langsame und ruhige bewegungen.

an die hand gewöhnen war nicht notwendig, sie haben alle nie angst vor meiner hand gehabt.

viele grüße,
johanna
 
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Pfoetchen
Gast
Handzähmung Beitrag #6
Hi!

Meine Tiere waren immer so um die sechs bis acht Wochen alt, als sie zu mir kamen. Ich bin immer folgendermaßen vorgegangen:
  • Die ersten Tage leise mit dem Tier sprechen (vorzugsweise seinen Namen wiederholen)
  • Wenn sie ihr Häuschen auch dann verlassen, wenn ich im Käfig hantiere, dann Leckerlis aus den Fingern anbieten
  • Wenn der Hamster dann von selbst kommt, um sich die Leckerlis zu holen, versuche ich ihn vorsichtig zu streicheln
  • Lässt er sich dann auch streicheln, ohne dass er sich dagegen wehrt, versuche ich den Hamster vorsichtig anzuheben und später hoch zunehmen
Bei mir hat jede dieser Phasen ungefähr 1 Woche gebraucht. Außer bei Lauri, dem Roborovski; der ist nur futterzahm. Kommt aber immer zur Begrüßung heraus, wenn jemand im Zimmer ist.

Gruß
Pfoetchen :wave11
 
Zuletzt bearbeitet:
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Nefcairel
Gast
Handzähmung Beitrag #7
Hallo,

ich weiß nicht genau, wie alt meine Hamster waren, als sie bei mir einzogen, schätze aber so 6 Wochen etwa.

Bei allen bin ich gleich vorgegangen (hatte bisher einen Goldhamster, zwei Teddys und jetzt den Dsungaren). Zuerst habe ich ständig meine Hand drin gehabt, einfach nur, damit sie den Geruch kennen lernen, relativ schnell sind dann alle gucken gegangen, was denn da komisches in ihrem Käfig liegt *g*

Bald darauf habe ich dann auch angefangen, aus der Hand zu füttern, dann kamen sie schon halb rauf auf die Hand mit den Vorderpfoten. Wenn das passiert war, habe ich schon versucht, sie hoch zunehmen, was meistens auch gelang.

Meine Hamster wurden alle bisher sehr schnell zahm (um die 2-4 Wochen höchstens) und gebissen hat mich noch nie einer. =) meine Pummel ist schnell so zahm geworden, dass sie es gar nicht erwarten konnte, wenn meine Hand in den Käfig kam und schwupps, saß sie schon drauf *lach*

LG Annika
 
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Re: Handzähmung
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