Freiheitsdrang ohne Ende?

    Diskutiere Freiheitsdrang ohne Ende? im Verhalten Forum im Bereich Alles über Hamster; Alle Hamster haben Freiheitsdrang.Das ist mir schon klar. Aber es gibt schon ganz schöne Unterschiede wie sie das signalisieren. Knuddel zum Beispiel...
L
LiebeMausi
Gast
Freiheitsdrang ohne Ende? Beitrag #1
Alle Hamster haben Freiheitsdrang.Das ist mir schon klar.
Aber es gibt schon ganz schöne Unterschiede wie sie das signalisieren.

Knuddel zum Beispiel interessiert sich nur für RAUS.
Raus aus dem Käfig.
Raus aus dem Freilauf.
Raus aus dem Zimmer.

Wenn man ihn ließe, auch raus aus dem Haus.

Tiffy wird auch so eine, das sehe ich jetzt schon.
Sie läuft in ihrem Stall (ja, sie kommt jetzt raus) permanent auf der Rennbahn hin und her, macht Männchen und schnüffelt, scharrt und wieder von vorne.

Irgendwie macht mich das schon traurig, denn da bleibt immer das Gefühl etwas nicht gut genug zu machen.
Und das Bewusstsein, das Tier eben doch einzusperren. :hmpf

Wie ist es bei euren Hamstern?
 
A
Anzeige
Re: Freiheitsdrang ohne Ende?
D
Dirk
Gast
Freiheitsdrang ohne Ende? Beitrag #2
Hallo,

mach dir bitte keine Vorwürfe. Du gibst einem bzw. mehreren Hamstern ein schönes Zuhause. In der freien Natur würden sie, da es ja keine Wildtiere mehr sind, höchstwahrscheinlich nicht lange überleben.

Aber sie haben halt ihren Instinkt noch behalten. Und der sagt ihnen z.B.: "Geh raus und such dir was zu fressen" :zwinker

Und wenn sie dann ihren Bereich erkundet haben, merken sie an ihrer Markierung, daß es Zeit wird, das Revier zu erweitern.
Daher soll man einem Hamster ja ruhig auch mal Abwechslung gönnen =)

Unsere Phoebe ist auch ständig "auf der Flucht".
Sie würde auch nichts aufhalten, wenn sie freie Bahn hätte.
Nur möchte sie immer nach oben, egal wo drauf, sie möchte es erklettern.
Also hält sie auch ständig die Nase nach oben, ob dort etwas zu erschnüffeln ist.

Viele Grüße
Dirk
 
B
Baggins
Gast
Freiheitsdrang ohne Ende? Beitrag #3
Ich verstehe dich so gut!

Dirk hat es zwar sehr schön erklärt - ich bin auch der Meinung, der Hamster handelt nach seinem Instinkt. Und ich weiß, dass Baggins ein schönes Zuhause hat.

Trotzdem ändert es nichts an der Tatsache, dass sie entgegen ihrem Instinkt gehalten wird. Ihr Instinkt sagt ihr: "los los, du musst raus, Futter finden --- dein Revier verteidigen und vergrößern, um immer genug Futter zu finden --- für Nachwuchs sorgen --- ..." und auch wenn WIR wissen, dass immer Futter da sein wird, dass kein Hamster ihr das Haus streitig macht... dass es sowieso zu viele Hamster auf der Welt gibt und ihr Fortbestehen ganz bestimmt nicht von Baggins abhängt..., SIE weiß das wohl eher nicht.

Ich glaube, es ist nicht schön für ein Tier, gegen seinen Instinkt gehalten zu werden, da helfen alle Riesenkäfige, Auslauf und Buddelkisten nichts. :sadd Ständig dieser instinktbedingte Druck, was machen zu müssen und dann geht es nicht...

Vielleicht ist bei den Tieren, die diese extreme Ausbruchswut nicht zeigen, der Instinkt schwächer ausgeprägt, vielleicht sind diese Tiere wirklich ganz zufrieden. Baggins ist es nicht, davon bin ich mittlerweile überzeugt. Dabei mag ich eigentlich genau das an ihr: dass sie eben NICHT nur schmusig und angepasst ist, dass sie ihren eigenen Kopf hat. Dass sie wirklich interessant zu beobachten ist.

Ich habe aber nicht das Selbstbewusstsein, mir zu immer wieder sagen: "Du hast alles getan, sie hat ein schönes Zuhaue, mehr geht eben einfach nicht, es bleibt ein wildes Tier".

In den letzten Wochen ist mein Eindruck immer stärker geworden, dass Baggins wohl unser letzter (selbst ausgesuchter und "freiwillig" gekaufter) Goldhamster ist. Ausnahme: ein Tierheim- oder Notfalltier bewahren wir vielleicht mal vor einem "noch schlimmeren" Schicksal.
Ich hoffe, dass ich diesen Vorsatz auch durchhalten kann, wenn ich dann auf Annas Seite die süßen winzigen Wusels sehe.
Vielleicht sollte ich lieber noch dabei sagen, dass dieses Posting absolut nicht gegen irgendjemanden gerichtet ist, der züchtet (und ganz bestimmt nicht gegen Anna, von der wir die wunderbare und doch so unglückliche Baggi haben)!! Das ist nur mein ganz persönliches Fazit aus dem, was ich mit Baggins erlebe.


Übrigens: sind Robos wohl nicht so freiheitsliebend? Tjum scheint vollkommen damit zufrieden zu sein, in seiner Rad-Ecke rumzuwuseln. Dem würde, glaube ich, sogar eine Fläche von 40*40 genügen, denn außerhalb dieses Bereiches habe ich ihn so gut wie noch nie gesehen. :auge
 
D
*DieJenny*
Gast
Freiheitsdrang ohne Ende? Beitrag #4
milo beschäftigt sich im käfig fast nur mit dem WW - ansonsten frisst sie, pennt oder köddelt sie ....
sie gräbt net, sie klettert net... bei ihr reichen die 100cm länge wohl vollkommen aus.
im alten käfig in ner alten einrichtungsvariante war sie nur oben auf der etage, weil das WW draufstand...

aber hermine... buddelt,klettert, rennt usw... nutzt den gesamten käfig aus. find die 253cm bei ihr schon irgendwie wieder zu klein, würd am liebsten noch nen paar m länger und auch breiter bauen.. aber geht halt net ;).
glaub, das wär nach der eingewöhnungszeit dann immer noch zu klein ...
ausbruchsversuche hat sie solange unternommen, bis sie geschnallt hat, dass es aus dem neuem käfig net ohne meine hilfe rausgeht. aber der feiheitsdrang bei ihr ist unglaublich hoch..
 
F
Fred die Arie
Gast
Freiheitsdrang ohne Ende? Beitrag #5
Hallo,

meine beiden jetziger Hamster haben solchen Freiheitsdrang zum Glück nicht..
Fred (Goldh.) hat regelmässig Auslauf in Bad + Flur und ihr scheint das zu genügen. Sie hat noch keinen Ausbruchversuch gestartet - auch nicht aus dem Käfig als ich zweimal vergessen hatte, das Türchen wieder zu schliessen. Am nächsten Morgen schlief sie ohne Ausflug in die Freiheit in ihrem Haus.
Mozart (Robo) hat keinen Auslauf, aber auch er scheint nicht sonderlich unzufrieden. Im Aqua flitzt er durch die Gegend, buddelt etc aber versucht nicht irgendwie nach oben an die ABdeckung zu gelangen.

Meine verstorbene Dsungarin war allerdings auch so.. egal wie lange und oft sie Auslauf hatte, wieviel man sich auch mit ihr beschäftigt hat, wie gross das Aqua war: sie war nur daran interessiert, wie sie in die Freiheit gelangen kann. Ständig versuchte sie von den Gegenständen im Aqua nach oben raus zu springen.. Ich hatte auch immer ein wahnsinniges schlechtes Gewissen ihr gegenüber. Gestorben ist sie dann scheinbar an den Folgen eines Sturzes bei einem ihrer zahlreichen Versuche raus zu kommen. Manchmal denke ich, dass es für sie evt besser ist über die RBB gehen zu dürfen, da sie wirklich sehr unglücklich in Gefangenschaft schien..

Grüsse, Annika
 
A
Anzeige
Re: Freiheitsdrang ohne Ende?
Angebote und Sponsoren
    http://www.hunde-aktuell.dehttps://www.pferd.de
Oben