Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: www.das-hamsterforum.de. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

hosannah

phodopus sungorus

  • »hosannah« ist weiblich
  • »hosannah« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 125

Mein(e) Hamster: Dsungaren & je ein Quoten-Robo & Teddy

Wohnort: Niedersachsen

Beruf: Journalistin

Danksagungen: 12 / 9

  • Private Nachricht senden

1

Donnerstag, 5. April 2012, 01:36

Zuchtvorstellung "Hosannah's Dsungaren"

Hallo liebe Hamsterforum-Nutzer,

ich freue mich, dass auch Hosannah's Dsungaren in diesem neuen Bereich ihren Platz finden.

Hosannah, das bin ich, Andrea, 31 Jahre jung, freiberufliche Journalistin. Ich bin gemeinsam mit meiner besseren Hälfte, unserem Australian Shepherd und unseren Fellnasen in einem kleinen Häuschen auf dem Land zwischen Bremen und Hannover Zuhause.

Als unser "Dsungare" Lennon (zugegebenermaßen ein Zooladentier) Mitte 2009 im Alter von drei Jahren verstarb, war schnell klar: Ein neuer Dsungare sollte einziehen. Ebenso schnell wurde uns aber auch bewusst, wie schwer es war, an ein Tier zu kommen, bei dem ausgeschlossen werden konnte, dass es ein Hybride ist. Ich begann zu recherchieren und lernte viel über die Hybridenproblematik - schnell wurde mir klar, wie es um die so beliebte Zwerghamsterart stand und ich beschloss, dass ich eine kleine Zucht gründen würde. Wir hatten Glück und bekamen ein Zuchttier von der damals noch aktiven Zucht McMuffins, neben den Dsungaren von der Seidenstraße von Stephi, die damals bereits eingestellt worden war, die einzige Zucht in Deutschland, die sich tatsächlich um artreine Zuchttiere bemüht hat. Unsere restlichen Zuchttiere kamen aus dem Ausland, da in Deutschland keine Zucht artreiner Dsungaren auffindbar war. Eigentlich dachte ich mir (und versicherte meinem Freund): Mehr als zwei Pärchen wollen wir nicht haben! Schnell stellte sich aber heraus: Um eine wirklich vernünftige Zucht führen und auch die Senioren behalten zu können, waren mehr Tiere erforderlich. Unsere Stammtiere kamen aus Holland (mit diesen Hamstern stellten wir nach einem Jahr aber die Zucht wieder ein), England, Schweden und Dänemark. Shows und Züchter wurden besucht und Mitfahrgelegenheiten über die Grenzen Deutschlands bemüht, um an "reines Blut" zu kommen.
Zeitgleich ließ mich die Idee, die Zucht um Wildfangnachzuchten zu erweitern, nicht los: Bei all' den Hybriden, die aus Unwissenheit und Farbfaszination "produziert" werden, wollte ich herausfinden, wie der Dsungare in der Natur tatsächlich aussieht. Nach langer Recherche hatte ich Glück und bekam zwei Zuchtpärchen aus verschiedenen Regionen zur Verfügung gestellt, die Linie wurde in Zusammenarbeit mit McMuffins Dsungaren, die eines der Pärchen erhielt, gefördert: Eine große Bereicherung für unsere Zucht! Die "wilden" Dsungaren unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch in ihrem Verhalten: Ich verbrachte Stunden damit, sie einfach nur zu beobachten. Schon die ersten Nachzuchten aus unserer Wildfanglinie gingen nach Schweden, Dänemark und England, da wilde Dsungaren in ganz Europa Mangelware sind.


Unser erstes Wildfangnachzucht-Pärchen Bonnie und Clyde

Im vergangenen Jahr konnten wir uns über drei weitere Pärchen Wildfangnachzuchten, alle aus verschiedenen Linien, freuen. Gleichzeitig erhalten wir die Farblinie mit unseren eigenen Nachzuchten und Tieren aus langjährigen Zuchten aus England, Schweden und Dänemark.

Wie man vermutlich schon erahnen kann: Unser Zuchtziel ist der Erhalt des dsungarischen Zwerghamsters, wie die Natur ihn schuf. Leider kann man sich mittlerweile bei keinem Notfall- oder Zooladentier mehr sicher sein, ob es tatsächlich ein Dsungare ist - und mit der Vermischung des Dsungaren und des Campbell-Zwerghamsters gehen häufig auch immer wieder Auffälligkeiten und Krankheiten einher. Die Vorfahren aller unserer Zuchttiere stammen aus Zuchten, die seit Jahren mit reinen Dsungaren züchten und ausschließlich gesunde Tiere zur Zucht einsetzen - damit hoffen wir, Krankheiten aus unseren Linien so gut eben möglich ausschließen zu können.


Einer unserer Farbdsungaren, Hosannah's Narayan

Unsere Dsungaren bewohnen ihr eigenes Hamsterzimmer, viele in 100 x 40 cm Aquarien, einige auch in Eigenbau-Schränken mit den Maßen 100 x 40 cm und außerdem haben wir zwei 160 x 40 cm Detolf-Vitrinen zu Hamsterheimen umfunktioniert. Es gibt einen großen Auslauf für alle, die mögen - abends wird alle halbe Stunde getauscht, sodass täglich möglichst jeder Auslauffan zum Zuge kommt.


Einer unserer Pärchen-EBs

Wir geben unsere Jungtiere grundsätzlich erst ab einem Alter von mindestens sechs Wochen ab, da uns die Sozialisierungsphase in der Gruppe sehr wichtig ist. Da sich herausgestellt hat, dass unsere Dsungaren und insbesondere die Wildfangnachzuchten sehr sozial sind, lassen wir das Männchen meist für die Aufzucht beim Weibchen - wenn die Jungs alt genug sind, ziehen sie gemeinsam mit Papa aus. So bleibt niemand alleine - und wir haben immer wieder Mutter/Tochter- und Vater/Sohn-Gruppen, die sich noch über eine lange Zeit sehr gut verstehen. So kann es aber auch vorkommen, dass ein Weibchen unter Umständen auch einmal zwei Würfe hintereinander bekommt. Manch' einer mag jetzt aufschreien, aber wir haben festgestellt, dass das Weibchen keinesfalls darunter leidet, sondern ohne jegliche Verhaltensveränderungen oder Gewichtsverluste, die auf eine zusätzliche Belastung hindeuten würden, auch den zweiten Wurf liebevoll groß ziehen. Dabei wird es von den Weibchen aus dem ersten Wurf tatkräftig unterstützt - die Aufgabe des Männchens, das Nest während der Futteraufnahme des Weibchens zu hüten, übernehmen dann die großen Schwestern. In der Natur wäre es genauso, warum sollte man den harmonischen Familienverbund über zwei Generationen also nicht zulassen, wenn er doch auch in der freien Wildbahn eben genauso passieren würde?


Unsere Dsungaren wachsen im Familienverbund auf

Unser "Schwachpunkt" sind zugegebnermaßen unsere Senioren. Es kommt äußerst selten vor, dass wir eines unserer Zuchttiere, wenn wir es in den Ruhestand schicken, an einen neuen KG abgeben. Für viele Züchter sind sie "verschwendeter Platz" und wenn man schneller Ziele erreichen möchte, mag das sicherlich auch so sein. Tatsächlich aber bringen wir es nicht übers Herz, Tiere, die uns seit Monaten begleiten, einfach so in ein neues Zuhause zu geben. Daher besteht Hosannah's Tierpopulation auch zumeist zu 3/4 aus Rentnern oder Tieren, die wir zur Zucht einsetzen wollten, es aber aus irgendwelchen Gründen nie getan haben.

Für uns steht bei der Zucht und Haltung des Dsungarischen Zwerghamsters nicht nur das Tier, wie es in der Natur vorkommt, sondern auch seine natürliche Lebensweise ganz klar im Mittelpunkt und wir geben unseren Abnehmern möglichst viele dieser Komponenten mit auf den Weg, wenn sie einem unserer Zwerge ein neues Zuhause geben.
Viele Grüße von Hosannah's Dsungaren

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »hosannah« (5. April 2012, 01:53)


Ähnliche Themen