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Montag, 6. Februar 2012, 15:08

Kleiner Leitfaden für potentielle Pflegestellen

Hallo zusammen :winke

In letzter Zeit haben sich ja -erfreulicherweise- viele neue Pflegestellen gebildet.
Immer häufiger kommen Nachfragen, was man denn so alles beachten muss, wenn man selbst eine PS werden will.
Daher haben wir mal einen kleinen Leitfaden zusammen gestellt, der potentiellen neuen Pflege-KG's einen ersten Überblick bieten soll. Vielleicht möchten ja auch ein paar schon länger bestehende PS ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und von ihren Erfahrung berichten.

Was sollte ich mir überlegen, wenn ich selbst Pflegestelle werden möchte:

1 ) Geld!
Habe ich die finanzielle Möglichkeit, einem Pflegetier die gleiche Fürsorge zukommen zu lassen, wie meinen eigenen Tieren?
Pflegis kommen nun mal leider oft aus schlechter Haltung und haben von Pilz über Milben bis hinzu eiternden Wunden alle möglichen Probleme, die sich nur mit einem -oft kostspieligen- Gang zum Tierarzt beheben lassen. Von Futter, Streu etc. ganz zu schweigen.

2 ) Zeit
Habe ich genug Zeit mich um die Vermittlung zu kümmern?
Von der Abholung bis hin zur Weitervermittlung - ein Pflegi benötigt wesentlich mehr Zeit als ein eigenes Tier. Der Vermittlungsthread, Verhandlungen mit Abnehmern, Suche nach Mitfahrgelegenheiten - alles braucht viel Zeit. Pflegetiere haben oft schlechte Erfahrungen gemacht und benötigen besonders liebevolle Pflege um sie wieder an den Menschen zu gewöhnen.

3 ) Platz
Habe ich genug Platz, um einem Pflegi Unterschlupf zu bieten?
Eine Samla ist nicht groß, will aber auch irgendwo untergestellt sein.
Kann ich damit leben, wenn ein Pflegi sehr lange bei mir bleibt, weil sich einfach kein Abnehmer findet? Ist auch genug Platz (und Zeit) vorhanden um den Tieren regelmäßigen Auslauf zu gewähren?

4 ) Krankheiten
Kenne ich mich mit den häufigsten Hamsterkrankheiten aus und habe ich einen hamsterkundigen Tierarzt zur Hand?
Als PS hängt viel davon ab, dass man seine Pflegetiere gut einschätzen kann. Das ist auch für die eigenen Tiere essentiell, da man sonst versehentlich Krankheiten oder Krabbelviecher weiter verbreitet. Zusätzlich ist für den eigenen Ruf als PS sehr wichtig, dass man kein krankes Tier weiter gibt. Ebenso sollte bedacht werden, dass aus einem Kurzpflegling, aufgrund einer Krankheit, schnell ein Dauerpflegling auf Lebenszeit werden kann.

5 ) Belastbarkeit
Bin ich in der Lage ruhig zu bleiben, auch wenn die Anfragen mehr schlecht als recht laufen und Interessenten plötzlich im letzten Moment abspringen? Komme ich damit klar, das Tier wieder abzugeben?

6 ) Anzahl/Art der Pflegetiere
Wie viele Tiere kann ich aufnehmen und ihnen noch gerecht werden? Gerade bei potentiell schwangeren Hamstern übernimmt man sich schnell.
Weniger ist oft mehr. Der Wunsch, möglichst vielen Tieren zu helfen, ist nachvollziehbar, aber man darf nicht aus den Augen verlieren, dass man nicht jedem Hamster helfen kann und sich nicht die eigene Wohnung in einen Hamsterbau verwandelt. Generell gilt, lieber nur einen oder zwei Pflegehamster aufzunehmen und sich mit voller Kraft, Geduld und Ausdauer in die Versorgung und Vermittlung zu hängen, als sehr viele Hamster aufzunehmen und diesen nicht gerecht werden zu können.

7 ) Wissen
Habe ich das nötige Wissen über Hamster? Neue Hamsterbesitzer haben meist sehr viele Fragen zur Haltung. Es ist wichtig, diese kompetent und ggf. auch mehrfach zu beantworten.

8 ) Mobilität
Wenn ich in einer Gegend mit schwacher Verkehrsinfrastruktur wohne, bin ich trotzdem in der Lage, das Tier an die entsprechenden Mitfahrgelegenheiten zu übergeben oder es entgegen zu nehmen? Die gilt vor allem für Leute ohne Führerschein und Zugriff auf ein Auto.

9 ) Unterstützung
Habe ich die notwendige Rückendeckung aus der Familie bzw. komme ich alleine klar? Gilt besonders für noch Minderjährige, aber auch für Bewohner einer WG, deren Mitbewohner vielleicht nicht angetan sind, wenn in der gemeinsamen Wohnung ständig neue Nager ein und aus gehen.


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Viele Grüße
das-hamsterforum Team