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Mrs. Lola

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1

Montag, 17. Juli 2017, 11:25

Gehege altersgerecht umgestalten trotz grauem Star????

Ihr Lieben,

meine Zwerg-Hamsterdame ist schon ganz schön alt geworden. (2,5 Jahre - Wo ist die Zeit geblieben???)
Mittlerweile hat sie einen leichten grauen Star und einen kleinen Buckel... Aber sie frisst, läuft im Laufrad, trinkt. Alles ganz normal, bloß eben dem Alter entsprechend. Eine Sache bereitet mir jedoch Sorgen: gestern konnte ich beobachten, dass sie teilweise große Schwierigkeiten hatte, ihre Rampen hochzuklettern bzw. die Ebenen zu wechseln. Überhaupt ist Klettern nicht mehr drin. Sie muss aber auch immer die doofen Stellen ausprobieren, anstatt den Weg von Anfang bis Ende zu nehmen. :)
Jedenfalls würde ich gern altersgerecht umgestalten und weiß nicht genau, worauf es ankommt. VOR ALLEM aber habe ich im Forum gelesen, dass man das Gehege bei grauem Star gar nicht verändern soll???!!! Ich bin etwas hin und hergerissen. Habt ihr einen Rat für mich, wie ihr damit umgeht oder was ihr tun würdet????

Viele Grüße und vielen Dank schonmal, Anna

Danny

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2

Montag, 17. Juli 2017, 11:49

Hallöchen,

wenn ein Hamster Altersgebrechen zeigt und nicht mehr gut zu Fuß ist bzw. merkliche Probleme mit Rampen und Etagen hat, empfiehlt es sich, das Gehege ebenerdig / erdgeschossig einzurichten. Wenn die Einrichtung möglichst flach auf einer Ebene ohne Auf- und Abgänge und evtl. Fallhöhen angelegt ist, dann kann ein Hamster mit Sehkraft- und Koordinationsproblemen da viel besser und gefahrloser navigieren. Der Nachteil ist natürlich, dass gerade blinde / erblindende Hamster scheinbar mal Schwierigkeiten mit Gehegeveränderungen haben können (nicht zwingend müssen), weshalb davon teils abgeraten wird. Wenn es aber um die Sicherheit / Benutzbarkeit des Geheges für den Einwohner geht, ist eine Umrüstung aber sicher sinnvoll - zumal sich auch ein blinder Hamster nach einer kurzen Eingewöhnung mithilfe seiner anderen Sinne wieder im neugestalteten Gehege orientieren wird.

Inwiefern diese sehr verallgemeinerten Punkte nun auf deine Zwergdame zutreffen, kannst du vor Ort denk ich selbst am besten einschätzen; ohne Fotos vom Gehege wird es auch schwierig, konkreten Rat für bestimmte Gehegestellen zu geben - vielleicht magst du ja mal welche zeigen, und toitoitoi für die kleine Oma :yaya

LG Danny
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Nighthawk

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3

Montag, 17. Juli 2017, 11:49

Hallo Anna,
ich hatte bis vor kurzem eine kleine Robo-Oma, die im Alter auch große Probleme mit Treppen und Rampen bekam. Ich habe dann für sie in den letzten Monaten das Gehege ein wenig seniorengerechter gestaltet. Dabei wurde die Einrichtung nicht komplett umgeräumt, sondern nur Stellen, wo es zu steil oder zu hoch war, angepaßt. An manchen Stellen habe ich mit nachgefüllter Streu Höhenunterschiede verkleinert. Zu steile Treppen oder Rampen habe ich durch längere ersetzt, die dann nicht mehr so steil waren. Zusätzlich habe ich Rampen mit Kork oder Bastelhölzchen (quasi lange Streichhölzer ohne Zündkopf) beklebt, damit sie mehr Halt findet. Zu schmale Rampen habe ich durch breitere ersetzt, so dass sie nicht mehr so leicht runterfällt und darunter auch die Einstreu erhöht, dass sie nicht so tief fällt, falls sie doch mal die Rampe nicht ganz trifft.

Ich denke mal, wenn du das ganz sanft nach und nach änderst, wird sich dein Hamsterchen nicht dran stören. Letztendlich orientieren sich Hamster eh mehr über Ohren, Nase und Tastsinn. Die Augen sind bei ihnen ein eher untergeordneter Sinn.

Ich wünsche deiner kleinen Omi noch eine lange gesunde Zeit bei dir.

Sonnige Grüße
Anja
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Mrs. Lola

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4

Montag, 17. Juli 2017, 12:20

Vielen Dank ihr beiden für eure Ratschläge - das ist echt toll!!!! Ich habe gerade auch mal darüber nachgedacht, wie ich die Aufgänge weniger steil und sicherer gestalten kann. Da fällt mir auch sofort etwas zu ein. Prima!!! Evt ersetze ich auch die lange Laufstrecke, da sie doch schon sehr hoch und schmal ist. Dafür gibt es dann ebenerdig mehr Wege. Heute wird das mal in Betracht gezgogen...
Gut zu wissen, dass auch blinde Hamster sich zurechtfinden können. Wenn ich selbst entscheiden muss, was besser ist, wähle ich defiitiv die Umgestaltung. Das war gestern schon schwer mit anzusehen und ich möchte, dass sie weiterhin sicher lebt. Alles andere wäre doof. Ich werde es ganz behutsam umsetzen und nur kleine Veränderungen vornehme, die evt. einen großen Effekt haben werden.
Ich danke euch, das hat echt schon sehr viel geholfen!

Liebe Grüße und einen tollen Tag euch!!!! Anna

Smeagol61

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5

Montag, 17. Juli 2017, 12:55

Hallo,

genau, mach das mal. Ich selber würde alle Absturzgefahren entfernen. Meine Hybridin war auch blind und hatte sich irgendwann einfallen lassen einen Tunnelweg zum Baumhaus nicht mehr normal zu benutzen,sondern auf dem Tunneldraht hoch zu klettern. da war mir egal ob sie blind ist Baumhaus nebst tunnel der da hoch führte verschwanden obwohl sie das versteck so sehr geliebt hatte. sie hatte gerade wegen ihrer Blindheit alles recht ebenmäßig gebaut bekommen und bevor sie auf die wahnwitzige Idee gekommen ist, hätte sie auch dort nicht abstürzen können.

Ich hatte das gefühl, dass so ein blinder Hamster sich sehr gut in seinem reier zurechtfindet aber eben nicht so extrem fein also dass jede absturzmöglichkeit ausgeschlossen werden muss. sie kann ja buddeln, da kann nichts passieren und da unterstützt sie ihr geruchssinn, der eh am ausgeprägtesten ist. Sollte die Kleine schlechter zu füß sein, wird sie Ebenen bzw. Laufstrecken die mit Gestellen gesichert, auf dem streu aufliegen lieben weil es einfacher ist. ansonsten immer schauen wie weit das tier noch kommt und je nachdem nach und nach den aktionsradius verkleinern so dass es so lange wie möglich gut an den Schlafplatz, das Klo und den futterplatz gelangen kann. Da können unter Umständen dann auch mal andere dinge nebensächlich sein. Z.B. hatte mein Teddy ganz zuletzt sein Häuschen auf ner Ebeneaber gut befüllt mit toilettenpapierschnipseln. Er war so schwach, der konnte nicht mehr durch das streu. KLo und Futterplatz standen zuletzt genau vorm Häuschen. Es war früher der hamster, der ein wahnsinniges arreal sein eigen nannte und das auch gebraucht hatte.

Das wirst du dann durch tägliche Beobachtung sehen, ob und was du wie dann noch anpassen solltest.

Möge die Kleine noch möglichst lange bei guter Lebensqualität bei Dir sein.
Lieben Gruß
Irene :rollhamster

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