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kuekue

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1

Donnerstag, 6. Juli 2017, 15:03

Extrem urinierender Hamster

Hallo,

mein Hamster (Dschungare, jetzt etwa 5 Monate alt) ist ein kleiner Dreckspatz. Soll heissen, dass er sich einfach keinen Platz im Käfig aussuchen will oder kann, an dem er sein Geschäft verrichtet. Das wäre an sich jetzt nicht direkt ein Problem, allerdings ist er gleichzeitig auch ziemlich wasseraffin. Viel Wasser -> viel Urin. Und das Einzige, wo er nicht hinmacht ist sein Freßnapf.

Konkret heisst das, dass er gut 0,1 - 0,2 L Wasser am Tag trinkt. Finde ich im direkten Vergleich zu meinen ehemaligen Dschungaren viel. Und dann macht er halt überall hin. Sprich: In alle seine Häuser und Verstecke p*sst und k*ckt er rein, sein Sandbad muss ich einmal täglich leeren weil der Sand komplett nass (ja: NASS, nicht feucht) ist. Vor seinem Laufrad macht er auch nicht halt: Hier musste ich schon wiederholt die Sche*sse abschaben (ja, richtig gelesen!), weil er das Rad anscheinend auch gerne "andersweitig" nutzt und das Zeug sich dann über Nacht festtritt. Lecker.

Das alles wäre ja jetzt noch kein richtiges Problem, aber wir haben gerade Sommer. Viel Urin und Kot zieht Fliegen an. Und auch wenn ich jeden Tag den Saubermann spiele und gefühlt das dreifache an Streu, Sand und Heu verbrauche (im Vergleich zu meinen früheren Hamstern), haben wir hier massig Fliegen. Sicherlich nicht gut. Da ich Vollzeit arbeite, kann ich den Käfig auch nicht NOCH öfter säubern.

Viel schlimmer sind dann das: Damit der Kleine sich auch wohl fühlt, wurde extra hochwertiges Holzmöbiliar angeschafft. Da unser kleiner Natursektjunkie jetzt aber immer fleissig Urin produziert, saugen sich Häuser, Aufbauten und auch das Laufrad (alles aus Holz) mit Urin voll. Ist keine Übertreibung. Das Holz saugt das auf, quillt auf, verfärbt sich... you get the picture. Und dann kommt der Schimmel. Das Rad schimmelt, die Häuser schimmeln, das Streu schimmelt. Saubermachen hilft hier nicht. Heute gesäubert, morgen am schimmeln. Jetzt muss wohl 100% Plastik her, damit sich das wenigstens erübrigt. Beim schimmelnden Streu bin ich allerdings ratlos.

Das Spiel spiele ich jetzt seit einiger Zeit und ich weiss nicht, wie ich das mittelfristig mitmachen kann. Problematik zB Dienstreisen: Hier muss ich hin und wieder mal für 2 Tage weg. Bislang hat sich immer irgendwas organisieren lassen. Aber was wenn mal nicht? Meine bisherigen Hamster waren da sehr genügsam und haben auch mal 1-2 Tage ohne direkte Fürsorge ohne Murren überstanden. Bei diesem Sorgenkind habe ich schon Sorgen wenn ich morgens zur Arbeit gehe.

Ist so ein Verhalten normal? Das extreme Trinken? Das daraus resultierende Urinieren? Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Bin echt ratlos!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kuekue« (6. Juli 2017, 15:08)


Jadechan

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Donnerstag, 6. Juli 2017, 15:20

Huhu,
0,1 - 0,2 LITER? Das wären 100 bis 200 ml am Tag! :reib Bist du dir sicher dass du dich nicht vertippt hast?
Wie auch immer, wenn du das Gefühl hast dass sein Trinkverhalten nicht normal ist würde ich den Hamsti dringend auf Diabetes testen lassen, denn abnormales trinken spricht leider dafür.

Und bei der Holzeinrichtung würde ich alles was eben geht und was er oft zupieselt mit Sabberlack versiegeln, das lässt die Feuchtigkeit nicht durch.
Mit dem Streu kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen, aber wenn selbst das Streu schon schimmelt, deutet das auf ne extreme Feuchtigkeit im Gehege hin und die Sommerhitze begünstigt damit noch die Schimmelbildung.

Mein Vorschlag wäre:
1. Den Hamster auf Diabetes testen lassen
2. Das Gehege, Haus, Rad etc. mit Sabberlack versiegeln
3. Streu einmal komplett erneuern

Bitte nicht auf Plastik umsteigen! Das begünstigt noch mehr die Feuchtigkeit und hat ne schlechte Belüftung. Wenn dann schau dich lieber nach einem schönen großen ausgedienten Aqua um.
Gruß,
Kay mit


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Donnerstag, 6. Juli 2017, 15:28

Moin Kuekue!

Hast du deinen Hamster mal auf Diabetes getestet? Wie viel wiegt er, und was bekommt er zu fressen?

0,1 - 0,2 L sind 100 - 200 ml. Bist du sicher, dass dein Hamster diese Menge trinkt, oder hat er eine Nippeltränke, die undicht sein könnte? Wenn er eine Nippeltränke hat, diese bitte rausnehmen (fördert beim Trinken eh eine ungesunde Körperhaltung) und gegen einen Napf tauschen. Diesen Napf bitte mit einer über eine Spritze genau abgemessen Menge füllen und so hinstellen, dass keine Einstreu drin landen kann. Nach 24 Stunden kannst du dann messen, wieviel dein Hamster getrunken hat. Für eine ganz genaue Messung stellst du auf den Käfig einen zweiten Napf (gleiches Modell) und misst dort die verdunstete Wassermenge. Diese ziehst du von der getrunkenen Menge ab.

Sobald ein Hamster so viel trinkt, wie er wiegt, ist eigentlich schon fast Ende im Gelände, weil die Nieren so viel Wasser nicht mehr filtern können. Der Hamster "ertrinkt" innerlich.

Plastik ist keine Lösung gegen Urin! Mal abgesehen davon, dass es angeknabbert werden kann und dabei scharfe Kanten entwickelt, ist es nicht atmungsaktiv und fördert Schimmelbildung ebenso wie nasses Holz.
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Donnerstag, 6. Juli 2017, 15:46

Hallo @kuekue: !

Mal abgesehen von der Diabetes-Problematik, die ja bereits angesprochen wurde und die ich ebenfalls empfehlen würde ganz ganz dringend zu prüfen (Anleitung hier klicken), wenn denn die angegebene Trinkmenge von 0,1 - 0,2 L wirklich stimmen sollte, kann extremes Trinken auch auf eine Blasenentzündung hindeuten. (Am besten sofort heute Abend bis morgen Abend, genau 24Std die beschriebene Messung mit Napf und Spritze oder alternativ auch Abwiegen auf einer genauen Küchenwaage durchführen. Sprich wenn du keine Spritze da hast zwei möglichst identische Näpfe mit exakt derselben Menge an abgewogenem Wasser füllen. Es kommt da wirklich auf den Milliliter bzw. das Gramm Wasser an um abschätzen zu können ob die Trinkmenge zu viel ist. Normal wären unter 2ml!)

Und ansonsten wundere ich mich trotz allem wie ein Hamster, selbst wenn er 100-200ml/0,1-0,2l am Tag pinkeln sollte, es schafft einen Käfig so ein zu sauen, dass dieser jeden Tag gereinigt werden müsste. Das ist schlicht rein rechnerisch absolut unmöglich wenn das Gehege auch nur einigermaßen groß genug und hoch genug eingestreut ist. Mindestmaß mit 20cm Streuhöhe wären schon, selbst wenn diese nicht festgepresst wäre, 100l lose Einstreu. (Festgepresst damit die Streu zum Buddeln stabil wird sogar etwa 200l.) Ich glaub das muss man nicht näher erläutern wieso man mit 0,2l keine 100l einsauen kann. Sprich wenn du wirklich jeden Tag den gesamten Käfig säuberst, dann würde mich extrem interessieren was das für ein Gehege sein soll. Fotos wären definitiv sinnvoll an dieser Stelle. Vielleicht liegt das Problem auch noch zusätzlich ganz wo anders begraben. Gehegereinigung = Stress = vermehrtes Urinieren zum Markieren.

Aber die Trinkmenge gehört noch heute geklärt, wenn das wirklich 100-200ml sind dann ist es definitiv völlig unnormal und der Hamster dürfte kaum mehr die nächsten Tage überleben. Und gehört auf jeden Fall so schnell wie nur möglich einem Tierarzt vorgestellt. Jeder der mal eine Blasenentzündung hatte weiß was für unglaublich höllische Schmerzen das sind. Und Hamster zeigen nun einmal als Fluchttiere solche Schmerzen nicht oder so gut wie nicht an.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Selene« (6. Juli 2017, 15:51)


kuekue

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Freitag, 14. Juli 2017, 11:16

Kurze Rückmeldung:
Durch Umstellung auf eine Trinkflasche habe ich jetzt einmal die genaue Menge, die er trinkt bestimmen können. Dabei kam deutlich weniger "raus" als vermutet, aber trotzdem immer noch deutlich mehr als die weiter oben als "normal" angegebenen 20-40ml/Tag.
Ich bin von 100-200ml ausgegangen, weil er bislang aus einem Napf getrunken hat und diesen pro Tag einmal fast geleert hat. Dieser fasst nach Nachmessen 150ml. Nach der Umstellung auf die Flasche scheint er auch weniger oft zu trinken, was auch daran liegen mag, dass er sich sichtlich mehr anstrengen muss um aus der Falsche zu trinken.
Effektiv trinkt er etwa 60ml am Tag, wobei die Werte zwischen 56 und 64 ml schwanken.

Stichwort Diabetes:
Ich habe mal Teststreifen bestellt. Wenn die ankommen, poste ich das Ergebnis gerne hier. Ansonsten scheint aber auch viel auf die Symptomatik nach Typ I hinzudeuten (http://diabeteshamster.blogspot.de/p/die…symptome.html):

- Tritt seit etwa 3.-4. Lebensmonat auf: JA, da hat das in etwa angefangen
- Inaktiv oder sehr aktiv: JA: Sehr inaktiv (Rennt fast gar nicht im Rad, Bewegung/Aktivität besteht fast ausschließlich aus Schlafen -> Trinken -> Futternapf -> Trinken -> Schlafen)
- Gewichtszunahme oder abmagern: NEIN, wobei er eine "normale" Figur hat. Er frisst aber ohne Ende, ohne dabei ein Versteck anzulegen.
- Viel trinken: JA, wobei es weniger ist als befürchtet
- Schläft im Freien: JA, das macht er aus irgendwelchen Gründen immer
- Übermäßiges Krallenwachstum: NEIN
- Augen zukneifen: JA, recht oft
- Weibchen: NEIN, ist ein Männchen (jetzt ca. 4 Monate alt)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kuekue« (14. Juli 2017, 11:18)


Ajdika

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Freitag, 14. Juli 2017, 13:11

Hallo, ab 3ml spricht man für einen Zwerghamster von einer erhöhten Trinkmenge, darüber ist nicht mehr normal (auch 20-40ml wäre viel zu viel). Wenn er tatsächlich 60ml am Tag trinkt ( :yikes ), also sein eigenes Körpergewicht oder mehr, dann führt das in absehbarer Zeit zu einem tödlichen Nierenversagen. Bei solch einem extremen Fall von Diabetes solltest du Sofortmaßnahmen ergreifen - ich würde ausnahmsweise auch ohne zuvor durchgeführten Diabetestest schon mit der gezielten Gabe von Bockshornklee beginnen. Auch kleine Mengen (fingernagelgroßes Stück) reifer Avocado können helfen, die Trinkmenge zu verringern. Generell muss vermutlich schleunigst die Ernährung umgestellt werden, wenn der Hamster noch ein artgerechtes Leben führen können soll, das nicht ausschließlich aus Trinken und Schlafen besteht. Bist du dir sicher, dass du 60ml pro Tag meinst? :reib Und nicht 6ml (wobei auch letzteres schon erhöht wäre)? Was fütterst du dem Hamster bisher?
Viele Grüße
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Freitag, 14. Juli 2017, 13:59

Schade, dass du auf keinerlei Fragen eingegangen bist. Weder auf meine zum Thema Gehege, noch auf die von Terrahamster was der Hamster zu fressen bekommt. Leider ist es nur sehr schwer wirklich weiter zu helfen wenn auf Fragen kein Feedback kommt. Denn Fragen werden selten ohne Sinn gestellt. Vielleicht kannst du ja doch noch antworten.
Sprich wenn du wirklich jeden Tag den gesamten Käfig säuberst, dann würde mich extrem interessieren was das für ein Gehege sein soll. Fotos wären definitiv sinnvoll an dieser Stelle. Vielleicht liegt das Problem auch noch zusätzlich ganz wo anders begraben. Gehegereinigung = Stress = vermehrtes Urinieren zum Markieren.
Wie viel wiegt er, und was bekommt er zu fressen?


Gewichtszunahme oder abmagern: NEIN, wobei er eine "normale" Figur hat. Er frisst aber ohne Ende, ohne dabei ein Versteck anzulegen.
Und ich würde dich wirklich bitten diese Fragen zu beantworten: Was genau fütterst du aktuell für ein Futter? Also genaue Marke. Was gibst du an Frischfutter? Ggf. muss man da sofort was dran umstellen, weil eine falsche Fütterung kann deinen Hamster schlicht und ergreifend umbringen. Und das ziemlich zeitnah, da bei Diabetes Kohlehydrate, speziell Zucker, kaum oder gar nicht mehr verstoffwechselt werden können. Sprich der Hamster frisst und frisst und frisst zwar, aber die Kohlehydrate müssen alle über die Nieren ausgeschieden werden, weil kein Insulin mehr da ist damit daraus Energie gewonnen werden könnte. Das schädigt sehr schnell die Nieren und der Hamster wird praktisch vergiftet. Hat aber eben trotzdem dauernd Hunger und frisst weiter, weil er ja zu wenig Energie aufnimmt. Daher ist es - bei sicherer Diabetes-Diagnose, also Blasenentzündung sollte ausgeschlossen sein - durchaus ratsam auf ein spezielles Diabetesfutter mit extrem reduziertem Kohlehydratanteil und dafür erhöhtem Fettanteil um zu steigen: Diabetes - Hauptfuttermischung bei Ausbruch der Erkrankung Denn Fette können auch bei Diabetes, ohne das Insulin zur Verfügung steht, verstoffwechselt werden.

60ml Trinkmenge sind wirklich extrem, ich würde ehrlich gesagt nicht abwarten bis irgendwelche Teststreifen kommen. Wenn es keine Anzeichen für eine Blasenentzündung gibt kann man da im Endeffekt sicherlich von Diabetes ausgehen.

Übrigens würde ich dem Hamster nicht den Napf nehmen. Wenn er eh schon die Qual hat so viel Trinken zu müssen, dann sollte er sich nicht noch zusätzlich quälen müssen, weil das Trinken aus der Flasche anstrengend ist. Trinkt er zu wenig weil er einfach nicht schnell genug ausreichend Wasser aus der Tränke bekommt wird das die Situation auch weder ändern und noch weniger verbessern.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Selene« (14. Juli 2017, 14:32) aus folgendem Grund: Tippfehler


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8

Freitag, 14. Juli 2017, 17:32

Stichwort Diabetes:
Ich habe mal Teststreifen bestellt. Wenn die ankommen, poste ich das Ergebnis gerne hier. Ansonsten scheint aber auch viel auf die Symptomatik nach Typ I hinzudeuten (http://diabeteshamster.blogspot.de/p/die…symptome.html):
Was für Teststreifen hast du denn bestellt? Ich meine, das man Diabetesteststreifen in jeder Apotheke bekommt.
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kuekue

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9

Montag, 17. Juli 2017, 14:31

Hab gelesen, dass die von Roche am besten geeignet seien um eine Erstüberprüfung vorzunehmen.


Das Trinkverhalten hat sich wieder in die Richtung entwickelt die ich vermutet hatte: Gestern 110ml, heute nach ca 16 Stunden 90ml.

Um die Fragen zu beantworten:

Käfig: Nagarium aus Glas, ca 100 * 50 * 40 (BxHxT), Einstreu ca 10-15 cm, mehr geht schlecht aus Gründen der Höhe. 3 Häuschen, 1 Rad, eine Plattform, eine Kokosnuss

Futter: Zwerghamsterfutter von Multifit (Körner), getrocknete Larven etc auch von Multifit, und immer wieder Gurke oder Möhre, selten mal etwas Naturjoghurt. Das alles hat mein "alter" Hamster geliebt und gut vertragen.

Gewicht: Er wiegt 50g

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kuekue« (17. Juli 2017, 14:41)


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Montag, 17. Juli 2017, 16:00

Zwerghamsterfutter von Multifit (Körner), getrocknete Larven etc auch von Multifit, und immer wieder Gurke oder Möhre, selten mal etwas Naturjoghurt.
Um mal das aller aller wichtigste an den Anfang zu stellen: Bei dem Futter wundert es mich leider überhaupt nicht, dass dieser Hamster so viel trinkt. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Diese Trinkmengen sind absolut extrem und weit weg von jeder normalen oder auch nur akzeptablen Menge! Und ich würde hier - auch ohne Test - bei diesen extremen Trinkmengen davon ausgehen, dass eine Diabeteserkrankung vorliegt. Und zwar schon ziemlich extrem, eigentlich ist es eher ein Wunder, dass der Hamster überhaupt noch lebt. Um es dir mal auf zu schlüsseln was alles ungeeignet ist an dem Futter, ich gehe davon aus, dass es um dieses Multifitfutter geht, da das das einzige war das ich finden konnte bei dem Zwerghamster aufgeführt waren: https://www.fressnapf.de/p/multifit-nage…nd-zwerghamster

Zitat

Zusammensetzung
Getreide, Saaten (15%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Gemüse, pflanzliche Nebenerzeugnisse (0,11% Yucca schidigera), Früchte, Weich- und Krebstiere (1% Gammarus), Nüsse (0,8% Erdnüsse), Insekten (0,5% Mehlwürmer, 0,35% Seidenraupen), Mineralstoffe, Öle und Fette (0,5% Leinöl)
Für Zwerghamster absolut ungeeignet da extreme Zuckerbomben: Früchte. Selbst frisch sind Früchte, Obst und Beeren für Zwerghamster tabu, durch das Trocknen verringert sich der Wasseranteil und im Gegenzug steigt der Zuckeranteil extrem an. Das wäre als ob man einem an Diabetes erkrankten Menschen löffelweise Zucker geben würde - und beim Menschen kann man solche Blutzuckerspitzen durch das Spritzen von Insulin wenigstens etwas abmildern, beim Hamster ist das absolut unmöglich. Auch getrocknetes Gemüse ist ungeeinet und ich bezweifle stark, dass es sich beim an erster Stelle aufgeführten Getreide ausschließlich um Buchweizen, Gerste und Hirse handeln wird. Das wären die einzigen für Zwerghamster geeigneten Getreidearten.
Allgemein nichts in einem Hamsterfutter zu suchen haben tierische und planzliche Nebenerzeugnisse, nichts anderes als Schlachtabfälle und Reste der Lebensmittelproduktion, oder künstlich zugesetzte Mineralstoffe.

Den "Vogel" schießt aber meiner Meinung nach dies hier ab:

Zitat

Konservierungsmittel und künstliche Farbstoffe
Wer will denn allen Ernstes seinem geliebten Tier Farbstoffe und Konservierungsmittel füttern?! :kotz

Ebenso hat kein hochwertiges Futter es nötig, dass künstlich irgendwelche Vitamine zugesetzt werden:

Zitat

Zusatzstoffe pro kg
Vitamin A 9000 IE, Vitamin D3 1350 IE, Spurenelemente: Kupfer (Kupfer-(II)-sulfat, Pentahydrat) 2,5mg, Eisen (Eisen-(II)-sulfat, Monohydrat) 22mg, Jod (Calciumjodat, wasserfrei) 0,21mg, Mangan (Mangan-(II)-oxid) 8mg, Selen (Natriumselenit) 0,06mg, Zink (Zinkoxid) 19mg

Ich weiß auch, dass im Zoohandel solche Futtersorten empfohlen werden. Aber man muss leider sagen, dass die Leute im Handel selten wirklich Ahnung von den Tieren haben und selbstverständlich wollen sie ihr Zeugs/ihr Futter was sie da haben verkaufen. Im Umkehrschluss solltest du dir aber vor Augen führen, dass weder ich, noch sonst irgendwer hier im Forum irgendwas davon hat wenn er dir sagt, dass etwas nicht gut ist. Bzw. wenn wir irgendwas anderes empfehlen. Niemand verdient an den Tipps die wir hier geben etwas, im Gegenteil, wir wenden unsere Freizeit auf. Warum, weil uns die Hamster am Herz liegen und wir wirklich wollen, dass es denen gut geht.

In Anbetracht der Tatsache, dass dieser Hamster so extrem viel trinkt würde ich definitiv so schnell wie möglich diese Futtermischung besorgen: Diabetes - Hauptfuttermischung bei Ausbruch der Erkrankung Mischen kannst du die bei der Futterkrämerei. Und da das aktuelle Futter so extrem schlecht ist würde ich bis das Diabetes-Futter kommt sofort aus dem Zooladen ein Keimfutter für Vögel holen, gut geeignet ist da dieses von JR Farm: http://www.jr-farm.de/de/JR-Birds-Keimfu…-Wellensittiche. Sobald die Mischung von kipi aber da ist sofort nur noch diese füttern, das Keimfutter ist wirklich nur eine Notlösung um noch schlimmeres ab zu wenden. Ansonsten bleibt bei der Trinkmenge eigentlich nur noch hoffen und beten.

Nagarium aus Glas, ca 100 * 50 * 40 (BxHxT), Einstreu ca 10-15 cm, mehr geht schlecht aus Gründen der Höhe. 3 Häuschen, 1 Rad, eine Plattform, eine Kokosnuss
Ich denke da wäre definitiv noch Potential zum optimieren, z.B. die Einstreu auf eine Seite hin ansteigen zu lassen. Also Rad auf eine Ebene an die eine kurze Seite stellen. Die Ebene so hoch machen, dass das Rad grade noch nicht am Deckel schleift und dann zur anderen kurzen Seite hin auf ruhig 25cm Streuhöhe ansteigen lassen. Auf die Weise bekommst du viel viel mehr Streuvolumen in das Gehege. Mehr Streuvolumen = mehr Volumen in dem sich der Urin verteilen kann = weniger Säubern = weniger Stress für den Hamster - und für dich. Aber: Jetzt gilt es erstmal die Trinkmenge in den Griff zu bekommen, siehe Futter oben, sonst wird der Hamster das nicht mehr all zu lange überleben und du kannst dir letztlich die Gehegeoptimierung echt sparen, so hart das jetzt klingen mag.


Vielleicht schaffst du es auch etwas häufiger als alle 3-4 Tage hier rein zu schauen. Dein Hamster steht wirklich auf der Kippe und Tipps sollten schnell umgesetzt werden. Da kann es jetzt wirklich fast schon um Stunden gehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Selene« (17. Juli 2017, 16:50)


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11

Montag, 17. Juli 2017, 17:41

Ich kann mich nur dem anschließen, was Selene gesagt hat. Bei solch extremer Diabetes, wie die Trinkmenge nahelegt, wundert es mich ehrlich gesagt, dass der Hamster überhaupt noch lebt. Wenn nicht sofort das Futter auf ein spezielles Diabetes-Futter gewechselt wird und der Hamster mit Bockshornklee oder Glipiziden behandelt wird, lässt sich ein tödliches Nierenversagen nicht mehr lange abwenden. Durch das quälende Durstgefühl trinkt der Hamster so viel, dass die Organe so viel Flüssigkeit gar nicht mehr verarbeiten und ausscheiden können, bis es zum Organversagen kommt. Es ist wirklich allerhöchste Eisenbahn, tätig zu werden, sonst kommt für den Hamster jede Hilfe zu spät! Bockshornklee ist als Gewürz im Supermarkt oder auch im Asia-Shop erhältlich.
Viele Grüße
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Montag, 17. Juli 2017, 22:35

Hallo,

wie sieht die Lage aus? Geht es deinem Hamster besser? Bzw. lebt er noch? Vllt. könntest du ja mal ein paar Zwischenergebnisse hier reinschreiben ob du die Tipps von Selene zum beispiel angewandt hast etc.

Edit: Huch ich seh gerade Selene hat um 16 Uhr heute erst hier reingeschrieben :pfeif

Liebe Grüße

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kuekue

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Heute, 11:37

Nein, ich habe leider keine zeit, hier jeden Tag reinzugucken, geschweige denn, so oft aktiv etwas zu schreiben.

Die Ernährung habe ich umgestellt, danke für die Tips.


Dem Hamster geht es soweit gut. Gestern sind die Teststreifen endlich mal angekommen. Der Test hat extreme Werte an Glukose und sogar etwas Blut im Urin aufgezeigt, allerdings keine Entzündungen o.ä. (Comburtest von Roche). Werde das halt über die kommenden Tage/Woche überwachen und versuchen, die Ernährung weiter zu optimieren. Viel Hoffnung auf eine lange Lebenserwartung für den Zwerg habe ich leider nicht :(


Jedenfalls scheint er nicht zu leiden o.ä. - Er ist wach, zutraulich, neugierig, und bis auf sein extremes Pieselverhalten nach aussen hin total normal. Das einzige, was mich nach wie vor wundert ist, dass er immer sofort in seinen Käfig zurück will sobald er Auslauf bekommt. Meine anderen Hamster wollten immer RAUS, er will immer sofort wieder REIN.

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Heute, 11:41

Huhu,

wenn Blut im Urin ist würde ich schleunigst zum TA gehen mit dem Kleinen, denn dann könnte es auch (zusätzlich) eine Blasenentzündung sein, und die ist verdammt schmerzhaft und muss behandelt werden!
Viele Grüße,
Shiori

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Auri - Abenteuer einer Mondfee
Auris Roboheim

Die größte Dummheit ist es, den gleichen Fehler zweimal zu machen, wo man doch so viel Auswahl hat. (Bertrand Russell)

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